1. Infrarot-Strahlung ist gefährlich und schädlich – falsch.
Infrarot-Strahlung gelangt mittels Wellenlängen von der Sonne auf die Erde. Auf der Erde wird Infrarot-Strahlung von allen Objekten und Materialien absorbiert und in weiterer Folge in Wärme umgewandelt. Zusätzlich ist jedes Objekt über dem absoluten Nullpunkt dazu fähig Infrarot-Strahlung zu emittieren, ohne jegliche schädliche Nebeneffekte. Schädlich bei der Sonne ist der UV-Effekt, welcher tief in die Haut eindringt und einen starken erythemen Effekt hervorrufen kann.
2. Infrarot-Strahlung ist Wärme – falsch.
Grundsätzlich handelt es sich bei der Infrarot-Strahlung um elektromagnetische Energie. Diese wird dazu benutzt, um Wärme zu generieren, stellt jedoch selbst keine Wärme dar.
3. Die Wärmestrahlung ist wie eine Wärmeleitung bzw. Konvektion zu behandeln – falsch.
Die Gleichsetzung von Wärmeleitungen und Konvektionen mit der Wärmestrahlung ist vollkommen ausgeschlossen, da es sich hierbei um drei getrennt von einander anzusehende Methoden der Wärmeübertragung handelt.
4. Bei Infrarot-Heizsysteme muss nur auf das Heizen geachtet werden – falsch.
Bei Infrarot-Heizsystemen müssen die drei Komponenten Absorption, Reflektion und Transfer optimiert werden. Jedes Infrarot-Heizsystem gibt elektromagnetische Energie ab, welche vom empfangenden Gegenstand/Material bestmöglich absorbiert werden muss bzw. bei Bedarf auch wieder reflektiert werden kann. Dies bedeutet, dass für ein effektives Infrarot-Heizsystem alle drei Eigenschaften (Absorption, Reflektion und Übertragung) perfekt abgestimmt werden müssen.
5. Die Bedingungen in der Umgebung, wie beispielsweise das Wetter haben keinen Einfluss auf die Infrarot-Strahlung – falsch.
Die Umweltbedingungen haben sehr wohl einen Einfluss auf den Transfer der Infrarot-Strahlung. So bewirkt beispielsweise die Luftfeuchtigkeit, dass sich eine Art Decke der Isolation zwischen dem Infrarotstrahler und dem Zielobjekt bildet und somit nicht die gleiche Wirkung erzielt werden kann, wie bei regulären Umweltbedingungen.
6. Infrarotstrahler können ohne bedenken und ohne eine Kontrolle mit Hilfe eines Thermostats auf die höchsten Werte gesetzt werden – falsch.
Die Temperatur der Infrarotstrahler sollte immer mittels eines Thermostats gemessen werden. Zusätzlich gibt es signifikante Unterschiede beim Einschalten eines Infrarotstrahlers bei einer Umgebungstemperatur von beispielsweise 20degC und einer Umgebungstemperatur von 400degC. So kann es u. U. vorkommen, dass der Infrarotstrahler bei einer höheren Umgebungstemperatur Feuer fängt und einem Brand zum Oper fällt.
7. Eine einzige Spektral-Analyse z. B. 20degC reicht aus, um die Infrarot-Absorption eines Materials zu bestimmen – falsch.
Ändert sich die Temperatur des Zielmaterials, dann verändern sich auch die Absorptionseigenschaften und somit auch die Spektral-Analyse als Ganzes. Daher ist es wichtig zu beachten, dass anstatt der Wellenlängen Wellenbereiche zum Einsatz kommen. Die Wellenlängenbereiche stellen sicher, dass die Absorptionseigenschaften eines Zielmaterials den Infrarot-Output eines Infrarotstrahlers oder Infrarot-Heizsystems treffen.
8. Bei der Steuerung eines Infrarotstrahlers reicht es aus, die Temperatur angemessen zu kontrollieren – falsch.
Die Infrarotstrahlung wird grundsätzlich von der Basis-Temperatur generiert. Dies bedeutet, dass die Veränderung der Temperatur die Wellenlänge verändert und damit auch die Funktionsweise des Infrarot-Heizsystems zu arbeiten. Im Detail bedeutet dies, dass sich der Wellenlängen-Output in einen Wellenlängenbereichs-Output verändert.
9. Das Design und die Herstellung des Infrarot-Ofens sowie dessen Steuerung und die einzelnen Variablen der Anwendung sind von einander unabhängige Elemente bzw. Komponenten eines Infrarot-Heizsystems – falsch.
Die oben erwähnten Faktoren sind alle wichtige Komponenten/Elemente und im Zusammenspiel essentiell, um einen effektiven und somit auch erfolgreichen Heizprozess zu generieren.
10. Infrarotstrahler lassen sich auch als Hochofen-Elemente einsetzen – falsch.
Das für die Herstellung der Infrarotstrahler verwendete Material eignet sich nicht für den Gebrauch in einer Umgebung, welche die eines Hochofens ähnlich ist. Der Grund dafür ist jener, dass die zielgerichtete Qualität, welche aus der Kombination von Absorption, Reflektion und Übertragung resultiert, nicht angemessen verwendet werden kann. Dies kann in weiterer Folge dazu führen, dass der Infrarotstrahler überhitzt und Feuer fängt, wenn dieser in einer Hochofen-ähnlichen Umgebung genutzt wird.












